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loewe nachtInformationen zum Ehrenmal Löwe

1925 durch den Kriegerverein Bilstein - Kirchveischede zu "Ehren der auf dem Felde der Ehre gefallenen Soldaten" aus der Freiheit Bilstein durch den Kunstbildhauer Franz Belke erichtet wurde.
Das Ehrenmal tront hoch über Bilstein, direkt gegenüber der Burg Bilstein. Von hier aus hat man einen 
Fantastischen blick auf die Burg und Freiheit Bilstein, fernab von Lärm und Hektik kann man hier wunderbar auf den vorhandenen Ruhebänken verweilen.

Denkmalseinweihung zu Ehren der Kriegsgefallenen der Freiheit Bilstein

Einen würdigen Auftakt zu der am 4. bis 6. Juli Stattfindenden 700-Jahrfeier der Freiheit und Herrschaft Bilstein bildete am Peter und Paulstage die Enthüllung und Einweihung des Denkmals für die Kriegsgefallenen der Freiheit Bilstein.
Vom besten Wetter begünstigt, bewahrte Bilstein seinen Ruf als gern besuchter Mittelpunkt des Bilsteiner Landes.
Zu der Feier hatte sich eine Anzahl von Gästen aus der näheren und weiteren Umgebung eingefunden, dazu die Kriegervereine aus Altenhundem, Förde, Elspe, Dünschede, Meggen, Kirchhundem, Welschenennest, Beischede, Olpe und die nationalen Verbände der Umgebung, sodaß sich nach der Andacht für die Kriegsgefallenen bald zu dem malerisch auf ragender Höhe gelegenen Denkmal ei Stattlicher Festzug bewegte, in dem selbstverständlich sämtliche Vereine aus Bilstein und Kirchveischede vertreten waren.
Nach dem von Fräulein Brill gesprochenen Prolog und dem vom Musikverein Bilstein vorgetragenen niederländischen Dankgebet hielt der Ehrenvorsitzende des Kreiskriegerverbandes Olpe, Prof. Ernst, Major d.L. a.D., die Weihrede.
Nach der Enthüllung des Denkmals hielt Pfarrer Stachelscheid einen Nachruf für die gefallenen Helden und verlas deren Namen, sowie Tag und Ort, an dem sie gefallen.
Tief empfunden waren die Worte, mit denen der Vorsitzende des Bilsteiner Kriegervereins, Herr Oberförster Dresler, unter Niederlegung einer Kranzspende das Denkmal der Gemeinde übergab. Nachdem Herr Amtmann Graefenstein das Denkmal für die Gemeinde übernommen und Fräulein Aßmann den gefallenen Helden ein Gedicht "Dank an die Toten" gewidmet hatte, schloß die Feier am Denkmal mit dem gemeinschaftlichen Liede "Ich hatt´einen Kameraden".
Die Feier war umrahmt von Vorträgen des Gesangvereins Kirchveischede u, des Musikvereins Bilstein.
Ihr folgte ein Festzug durch die geflaggten Straßen, ein von Major Enst abgenommener Parademarsch und ein kameradschaftliches Zusammensein in der Schützenhalle mit Musik, Gesang und Gedichtvorträgen. Man kann der Freiheit Bilstein wie ihrem Kriegerverein zu dem prächtigen Monument aus der Meisterhand unseres heimischen Bildhauers Franz Belke in Förde nur gratulieren.
Es ist des freien Wüste, der auf dem acht Meter hohen Unterbau thront, der gefallenen Helden und der malerisch schön gelegenen Freiheit Bilstein würdig, der wir zu der am nächsten Samstag und Sonntag Stattfindenden 700-Jahrfeier einen so glänzenden Verlauf wünschen, wie er nach den monatelangen Vorbereitungen und dem feinsinnigen Festprogramm zu erwarten ist.

Projektbeschreibung - Start 2008


Das Ehrenmal, welches sich im Besitz der Stadt Lennestadt befindet, wurde im Jahre 1925 durch den Kriegerverein Bilstein – Kirchveischede "Zu Ehren der auf dem Felde der Ehre gefallenen Kameraden" Errichtet. Entworfen und gebaut wurde es durch den berühmten Kunstbildhauer Franz Belke aus Grevenbrück, bei der feierlichen Einweihung wurde das Ehrenmal in den Besitz der damaligen Gemeinde Kirchveischede heute Stadt Lennestadt übergeben. Zur 750 Jahrfeier der Burg und Freiheit Bilstein (1975) wurde das Ehrenmal zum letzten mal Restauriert, ende der 80´er Jahre wurde es unter Denkmalschutz gestellt.
Seit dieser Zeit kümmert sich niemand mehr um das schöne Ehrenmal. Am heutigen tage ist der Zustand des Ehrenmals sehr Bedenklich, die Fugen brechen aus dem Bruchstein Sockel, die Schrifttafel mit den Gefallenen des ersten Weltkrieges ist Stark beschädigt, die Löwenskulptur weist Risse auf. Der Platz um das Ehrenmal ist unwegsam und Stark zugewachsen, die Steintreppe die zum Ehrenmal führt entspricht nicht mehr den heutigen Bestimmungen.
Nach aussage der Stadt Lennestadt ist niemand für das Ehrenmal Zuständig. Einige Bürger von Bilstein, möchten diesen Zustand ändern. Aus diesem Grund wurden Kostenvoranschläge eingeholt:
Steinmetz arbeiten = Fuge arbeiten ca. 4800 € + Erneuern der Schrifttafel ca. 4500 € 
Restaurator arbeiten = Instandsetzen der Löwenskulptur und des Steinschwertes ca. 3000 €
Herrichten des Platzes in Eigenleistung – Materialkosten ca. 5000 € (Platz Begradigen und durch Kopfsteinpflaster in eine Ordentlichen Zustand versetzen, Ruhe Bänke aufstellen.
Schrifttafel mit der Geschichte des Ehrenmals anfertigen und aufstellen. Die alte Steintreppe abreißen und einen sicheren weg zum Ehrenmal schaffen. Den Baumbestand auf ein Minimum reduzieren, so dass das Ehrenmal von fast 70 Prozent des Ortes gesehen werden kann.
Dadurch wird auch erreicht, dass man vom Ehrenmal einen schönen Ausblick auf Burg und Bilsteiner Land erhält und somit einen Erholsamen Ruhe und Ausblicks Punkt, fernab von Straße und Verkehr erhält.
Dies alles ist nun geschehen, das Ehrenmal wurde restauriert, die Bäume gerodet, der Platz hergerichtet, Bänke und Beleuchtung installiert. - stand 2011
Am Volkstrauertag 2009 wurde das Ehrenmal durch Herrn Pastor Loik neu gesegnet und der Bilsteiner Bevölkerung übergeben.


Warum ein Löwe ?


Irgendwie hat man sich an den Anblick gewöhnt: Auf einem Denkmal steht entweder eine berühmte Persönlichkeit oder ein Löwe. Bei den großen Persönlichkeiten liegt der Grund auf der Hand - aber wieso immer wieder ein Löwe?
Die Denkmal forscher haben hier eine interessante Erklärung parat:
Mit der Wahl eines Löwen als Sinnbild werde unterschwellig Bezug auf eine religiöse Symbolik genommen. Bis ins 2. Jahrhundert geht die theologische Tradition zurück, die vier Evangelistensymbole auch auf Christus zu beziehen, der bei der Geburt ein Mensch, im Sterben ein Opfertier, im Auferstehen ein Löwe und bei der Himmelfahrt ein Adler war.
Mit den Ausnahmen der nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Gedächtnisstellen, belegen sowohl Adler wie auch Löwendenkmal die "Heroisierung", d.h. die Tendenz zur Verherrlichung des Soldatenberufes und bestimmter Tugenden einschließlich des "verselbständigten" (d.h. auch militärisch sinnlosen) Todesmutes. Die Gefallenen wurden also nicht als Opfer betrachtet, sondern im Gegenteil als Helden glorifiziert.
Man sprach bis zum 2. Weltkrieg auch nicht von einen Ehrenmal sondern von einem Kriegerdenkmal oder einer Heldengedenkstätte.
Je nach Ereignis, an das erinnert werden sollte, wurde z.B. bei Siegen ein stehender Löwe oder bei Niederlagen und hohen Verlusten ein liegender Löwe dargestellt.
Letzterer sollte dabei immer den Eindruck vermitteln, dass er sich für ein höheres Ziel nach schwerem Kampf heldenmutig geopfert hat. Die Symbolik der Auferstehung soll gleichzeitig vermitteln, dass dieses Opfer nicht sinnlos war.


Gefallene erster Weltkrieg


Die gefallenen der "Freiheit" Bilstein im ersten Weltkrieg
| Vorname || Zuname || Tag || Monat || Jahr || Sie starben den Heldentod fürs Vaterland in :
|-
| Heinrich || Nelles || 24. || 08. || 1914 || Lüttich (Belgien)
|-
| Joseph || Grell || 21. || 10. || 1914 || Lille (Frankreich)
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| Johann || Korte || 30. || 12. || 1914 || Limburg an der Lahn
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| Joseph || Epe || 04. || 03. || 1915 || Karpathen (Rußland)
|-
| Friedrich || Schminke || 20. || 04. || 1915 || Champagne (Frankreich)
|-
| Hubert || Heidschötter || 10. || 06. || 1915 || Ville sur Tourbe (Frankreich)
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| Karl || Böhmer || 27. || 07. || 1915 || Rußland
|-
| Lorenz || Rath || 01. || 10. || 1915 || Ville sur Tourbe (Frankreich)
|-
| Otto || Kaufmann || 05. || 10. || 1915 || Rouvroy Champagne (Frankreich)
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| Franz || Maiworm || 25. || 10. || 1915 || Karlsruhe
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| Johann || Sassmannshausen || 11. || 07. || 1916 || Verdun (Frankreich)
|-
| Wilhem || Elles || 10. || 08. || 1916 || Verdun (Frankreich)
|-
| Johann || Heidschötter || 22. || 08. || 1915 || Verdun (Frankreich)
|-
| Gustav || Hanses || 17. || 12. || 1916 || Bonn
|-
| Karl || Bäcker || 05. || 05. || 1917 || Verdun (Frankreich)
|-
| Theodor || Rath || 21. || 05. || 1917 || Lüttich (Belgien)
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| Leonhard || Metz || 22. || 08. || 1917 || Steney (Frankreich)
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| Joseph || Schleime || 19. || 09. || 1917 || Issighem Flandern
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| Edmund || Vente || 22. || 10. || 1917 || Chemin de Dames
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| Felix || Teipel || 05. || 11. || 1917 || Verdun (Frankreich)
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| Otto || Heinemann || 28. || 03. || 1918 || Miramont (Frankreich)
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| Hubert || Brill || 03. || 04. || 1918 || Hangard- vor Amiens (Frankreich)
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| Eduard || Allebrodt || 07. || 04. || 1918 || St. Quentin
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| Joseph || Nüschen || 17. || 04. || 1918 || Mettern (Nordfrankreich)
|-
| Joseph || Koch || 24. || 07. || 1918 || Champagne
|-
| Hugo || Allebrodt || 14. || 10. || 1928 || Frankreich|-